Geschichte

1108 wurde die Feste, auf der sich das Schloss befindet, erstmals erwähnt. Umgebaut wurde es das letzte Mal 1536 unter Graf von Roggendorf und damals in seinen noch großteils heute erhaltenen Zustand versetzt. Im Jahre 1571 ging es in den Besitz der Freiherren von Teufel über. Seit dem Jahre 1703 steht das Schloss im Eigentum der Freiherren von Ludwigstorff.

Das Schloss hat eine bewegte und kriegerische Vergangenheit hinter sich. So legt etwa die in Eisen gefasste Kanonenkugel in der Einfahrt des Schlosses Zeugnis für den Einfall der Schweden im 17. Jahrhundert ab. Vorausgegangen war diesem die Belagerung durch Ottokar von Böhmen.

In der Reformationszeit spielte das Schloss, damals im Besitz der Freiherren von Teufel, welche strenge Protestanten waren, als religiöses Zentrum eine bedeutende Rolle. Im Jahre 1945 wurde das Schloss von russischen Truppen besetzt und von diesen als Kaserne und Lager genutzt. Übrig blieb ein geplündertes und zerstörtes Schloss.

Nach dem Abzug der Russen 1955 bis zu seinem Tod im Jahre 1990 sah es der damalige Besitzer Baron Carl Hugo Ludwigstorff als seine Aufgabe, die Schäden auszugleichen und das Anwesen zu renovieren. Seine Nachkommen widmen sich der Erhaltung von Schloss Guntersdorf bis heute.